Traumatisches Erleben überfordert unser gesamtes System. Dauert eine solche Situation lange an oder ist mit einem ganz massiven Reiz verbunden ist das für den Menschen tödlich, das Erleben kann nicht ausgehalten werden und der Tod ist die Lösung. Um das zu vermeiden, wird das belastende Erleben abgespalten, eingekapselt und ist damit für das Tagbewusstsein nicht mehr erreichbar. Alles, was mit diesem Erleben verbunden ist, Gerüche, Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle, werden abgespalten. So kann der Mensch weiterleben. Alle Energie, die mit dem Erleben verbunden ist, ist ebenfalls abgekapselt, im Körper gehalten und kann Schmerzen und Krankheiten verursachen, sie fehlt uns zum Leben. Der Ansatz der Egostate-Therapie ermöglicht es dem Menschen, wieder Kontakt zu der Abspaltung, auch als Egostate bezeichnet, aufzunehmen, ihn zu begleiten und das Verdrängte zu integrieren und die darin gebundene Energie wieder im normalen Alltag nutzen zu können. Dieser Behandlungsansatz ist ein wesentlicher Bestandteil der traumasensiblen Begleitung und trägt erheblich zur Selbstermächtigung bei, die aus meiner Sicht die Basis für ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben ist. Wenn Sie sich in der Beschreibung wiederfinden, würde ich Sie dabei begleiten, die Teile, die abgekapselt sind achtsam kennen zu lernen, sie zu öffnen, so dass Sie die darin gebundene Kraft wieder für Ihr Leben nutzen können.