Die Familien, in denen wir aufgewachsen sind haben uns geprägt, sie vermittelten uns ihre Sicht der Welt, gaben uns ihre Vorlieben, Ablehnungen, Lösungsstrategien und Wertvorstellungen mit, ob wir sie heute noch leben oder nicht, es waren die ersten und intensivsten Eindrücke für unser Gehirn, die es erheblich geprägt haben. Und so sehr wir uns auch bemühen und unser Verstand vollkommen richtig erkennt, dass hier etwas nicht mehr gut für uns ist, sind wir emotional gebunden und können uns nicht dauerhaft aus diesen Mustern lösen. Wir finden uns dann gerne ab mit beschwichtigenden Sätzen wie: das war bei uns so oder der Großvater war auch so; das liegt in den Genen. Ein Teil von uns ist mit dieser Haltung nicht zufrieden, es muss doch irgendwie auch anders gehen. Ja, das stimmt. Antworten und Möglichkeiten für Veränderung findet man im Familiensystem selbst. Im Rahmen der Aufstellungsarbeit, egal ob in Einzelsitzungen oder in einer Gruppe, kann dem Familiensystem das gegeben werden, was es braucht, damit es seinen Mitgliedern gut geht und sie ein gutes Leben führen können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie kraftspendend es ist, nach einer Aufstellung die Familienmitglieder als stärkend im Rücken stehend zu spüren.